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04.09.2017

"Kleines Vereinsfest"

Als „kleines Vereinsfest“ bezeichnet man eine Veranstaltung eines gemeinnützigen Vereins, welche steuerlich begünstigt sein kann. Ist diese mit dem Ziel der Erfüllung des Vereinszwecks beauftragt und gilt sie als nicht unentbehrlich, bezeichnet man sie als entbehrlicher Hilfsbetrieb – dessen Zufallsüberschüsse unterliegen aber dann der Körperschaftsteuer (gesamter Freibetrag im Kalenderjahr € 10.000,00). Die Besucheranzahl ist für die steuerliche Betrachtung des „kleinen Vereinsfestes“ irrelevant.

Um von der Umsatzsteuer befreit zu sein und nicht der Einzelaufzeichnungs-, Belegerteilungs- und Registrierkassenpflicht zu unterliegen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden:

• Planung und Verwirklichung erfolgt zu mindestens 75 % durch Vereinsmitglieder.
• Dritte dürfen nur unentgeltlich mitarbeiten.
• Externe Professionelle, welche Arbeiten tätigen, welche vorgeschrieben oder Amateuren verboten sind, wirken sich auf die Steuerbegünstigung nicht aus (z.B. Security-Personal).
• Vereinsfremde Künstler oder Musiker dürfen nur auftreten, wenn sie nicht mehr als € 1.000,00 pro Stunde verdienen.
• Erfolgt die Verpflegung durch ein fremdes Unternehmen, so müssen diese Kosten eigens betrachtet und dürfen nicht zum Vereinsfest hinzugerechnet werden.
• Die Veranstaltungsdauer beträgt maximal 72 Stunden pro Kalenderjahr. Es ist dabei auf die Ausschankstunden, also jene Zeiten, in denen eine gastgewerbliche Betätigung erfolgt, abzustellen (Nachweis erforderlich).
• Veranstalten mehrere Körperschaften ein gemeinsames Fest, so ist jeder Verein einzeln darauf zu prüfen, ob er einen entbehrlichen Hilfsbetrieb darstellt.



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